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Multiple Sklerose - die bekannte Unbekannte!

Bekannt ist: Die Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der die Markscheiden im Zentralnervensystem angegriffen werden. Das heißt, körpereigene Zellen zerstören die Nervenhüllen von Rückenmark und Gehirn. Die Folge: Spastik und Lähmungserscheinungen führen zu Muskelschwächen bis hin zur Funktionslosigkeit und völligen Pflegebedürftigkeit. Bekannt ist auch: Die Multiple Sklerose hat unendlich viele Gesichter und verläuft in den verschiedenen Stadien in unterschiedlichsten Ausprägungen und vielfältigster Symptomatik. Unbekannt ist allerdings nach wie vor, welche Ursache(n) für den Ausbruch der MS verantwortlich sind. Man geht davon aus, dass bei Entstehung und Auslösung der MS-Erkrankung mehrere Faktoren zusammentreffen. Klar ist jedoch: An der MS-typischen Beschädigung der Nervenumhüllung (Myelin) sind verschiedene Entzündungsfaktoren und Zellen beteiligt.

Dabei stehen Autoimmunprozesse unbestritten im Vordergrund, jedoch geht man heute davon aus, dass die in diesem Zusammenhang ausgelösten Entzündungsvorgänge und insbesondere die „Freien Radikale“ bei der Schädigung des Myelins, aber auch der Nervenfasern und der Neubildung des Myelins eine bedeutende Rolle spielen. Die aktuell zur Verfügung stehenden Medikamente zur Suppression bzw. Modulation des Immunssystems sind auf eingeschränkte Weise effektiv, vermögen jedoch die Progression der MS nur zu vermindern bzw. zu verzögern, nicht aber zu stoppen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, flankierend über den Fettstoffwechsel und die Reduktion Freier Radikale eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufes zu erreichen. Und diese Möglichkeit konkretisiert sich in der Komplexen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie nach Dr. med. Olaf Hebener, der damit seit fast 30 Jahren die Krankheitsprogression in über 80% der Fälle zum Stillstand bringt. Über 4.000 MS-Patienten hat Dr. Hebener in seiner Praxis im MS Therapiezentrum in Hohen-Sülzen schon behandelt.

MS-Therapiezentrum

Bahnhofstr. 39
67591 Hohen-Sülzen

Tel: 06243-6083 oder 6084
Fax: 06243-6034

E-Mail: info@ms-therapiezentrum.de
Web: www.ms-therapiezentrum.de

Zwei Wege führen zu diesem Ziel:

  1. Diätetische Maßnahmen, um die Bildung von entzündungsfördernden Stoffen zu vermindern: Arachidonsäure ist eine in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst und fetten Milchprodukten enthaltene Fettsäure. Sie wird in die Zellmembran, z.B. der Myelinschicht eingelagert. Aus ihr vermag der Körper bei Bedarf nützliche Botenstoffe zu bilden, die z.B. an der Regulation der Kreislauffunktion beteiligt sind. Aus ihr werden aber auch entzündungsvermittelnde Prostaglandine und Leukotriene hergestellt, die Entzündungen verstärken. Aber auch aus der in pflanzlichen Ölen in unterschiedlichen Mengen enthaltenen Linolsäure kann der Körper Arachidonsäure synthetisieren. Deshalb werden auch linolsäurehaltige pflanzliche Öle in der Ernährung reduziert. Die für den Körper jedoch lebensnotwendige Menge wird jedoch nicht unterschritten, so dass keine Mangelerscheinungen auftreten können. Vermehrt zugeführt werden Fischöle in Form von zwei Fischmahlzeiten in der Woche (fette Seefische wie Lachs, Makrele, Hering etc.) und Omega-3-Fettsäure-Kapseln in spezieller Dosierung. Diese Fettsäure vermag die Umwandlung von Linolsäure zu Arachidonsäure zu vermindern und die Arachidonsäure aus der Myelinschicht zu verdrängen. Entzündungsfördernde Botenstoffe werden deutlich reduziert. Darüber hinaus haben Omega-3-Fettsäuren weitere positive Effekte auf den Organismus: Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose sowie Abschwächung von Stressreaktionen.
     
  2. Reduzierung entzündungsverstärkender freier Radikale: Bei Entzündungsprozessen wird die Bildung Freier Radikale enorm gesteigert. Daher wird diesen Molekülteilen bei der Eskalation des Entzündungsprozesses eine hohe Bedeutung beigemessen. Unser Körper vermag aber Freie Radikale unschädlich zu machen. Unser antioxidatives Enzymsystem benötigt dafür vor allem Selen und Zink. Vitamin E ist der wichtigste Oxidationsschutz der Zellmembranen und kann durch Vitamin C regeneriert werden. Vitamin E vermindert zudem die Entstehung weiterer Entzündungsbotenstoffe. Ferner wirkt auch das Coenzym Q10 antioxidativ. Selen ist Bestandteil von mehr als 30 Enzymen der Radikalentgiftung.

Eine vollwertige, überwiegend vegetarische Ernährung mit viel frischer Rohkost ist Grundlage jeder gesunden Ernährung, kann jedoch die Versorgung mit ausreichend Vitaminen und Spurenelementen nur bei gesunden Erwachsenen, die keinem oxidativen Stress unterliegen, garantieren. Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen muss davon ausgegangen werden, dass der Oxidationsschutz im erkrankten Gewebe mit Sicherheit nicht ausreicht. Der Blutspiegel des Vitamins gibt dabei nicht die Konzentration im erkrankten Gewebe wieder und ist deshalb als Messgröße ungeeignet. Bei MS wird daher die Zufuhr von hochdosiertem Vitamin E und Selen empfohlen.

Diese entzündungshemmenden Maßnahmen sind in der empfohlenen Dosierung unschädlich und nebenwirkungsfrei. Zur richtigen Anwendung ist jedoch eine fachkundige Beratung erforderlich. Es gibt auch Selbsthilfegruppen, die entsprechende Erfahrung in der Anwendung, vor allem der Zusammenstellung der Ernährung gesammelt haben. Zusammenfassend soll nochmals betont werden, dass es sich hierbei nicht um eine ursächliche Behandlung der MS handelt, die es bis heute nicht gibt. Das Ziel ist, ggf. zusätzlich zu anderen medizinischen Maßnahmen, einen durch MS angestoßenen Entzündungsprozess so weit wie möglich zu reduzieren, wie dies auch bei anderen Autoimmunerkrankungen mit Erfolg praktiziert wird.